Für die Haltbarkeit von Holzhäusern spielt der Feuchteschutz eine zentrale Rolle. Alle üblichen Fassadenausbildungen sowie Dachüberstände und Sockel an der Bauwerksbasis schützen die tragende Holzkonstruktion vor Bewitterung. Im Gebäudeinnern hat sich die Gefährdung durch Wasserdampfkondensation nach 1980 dank verbesserter Luftdichtheit kontinuierlich verringert. In modernen Holzhäusern liegt die Holzfeuchte deutlich unter dem kritischen Wert von 20 Prozent, im Durchschnitt bei 10 bis 14 Prozent. Holz hat die Fähigkeit Feuchte aufzunehmen und auch wieder abzugeben.
Die verschiedenen Funktionsschichten der Dach- und Wandelemente wie z.B. Dachüberstände, Dachdeckung und eine schlagregendichte Hausfassade schützen von außen den Baukörper vor Regen und Nässe. Feuchtigkeit entsteht allerdings täglich in größeren Mengen auch im inneren des Hauses. Feuchte und Ausdünstung entsteht durch den Menschen selbst, durch Tiere, Pflanzen, beim Kochen, Baden, Waschen, Duschen etc. Reichert sich mehr Feuchtigkeit an, als die Raumluft aufnehmen kann, kondensiert Wasser an Bauteilen oder Einrichtung. In älteren Häusern ist das kein Problem, da durch Undichtigkeiten eine permanente Lüftung erfolgt. Aber in den neueren, aus energetischen Gründen luftdichten Häusern ist unbedingt dafür zu sorgen, dass diese Feuchte sich nicht in den Wänden festsetzen kann. Bauschäden wie Schimmelbildung und eine Schwächung der Dämmwirkung könnten die Folge sein.
Innen und Außen herrschen besonders während der Heizperiode starke Temperaturunterschiede. Die wärmere Raumlauft kann deutlich mehr Wasser binden. Der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf hat das Bestreben, von warm nach kalt zu wandern – also von innen nach außen.
Kann diese feuchte Luft durch Fugen, Ritzen oder Löcher nach außen strömen, spricht man von Konvektion. Allerdings funktioniert das auch umgekehrt: Feuchte und Kälte dringen ein. Genau das soll aber in energieeffizienten Konzepten verhindert werden.
Gelangt feuchtwarme Raumluft in Wand oder Dach, ohne entweichen zu können, kühlt sie ab und kondensiert am sogenannten Taupunkt.
Diesen Prozess gilt es durch geeignete Konstruktion und Materialien gezielt zu steuern, ansonsten kann es zu einer erheblichen Durchfeuchtung des Bauteils kommen. Insofern ist der Wandaufbau der Holzhaus- und Fertighaus-Hersteller immens wichtig. Die Wände müssen so gebaut sein, dass der Wasserdampf durch die Baustoffe hindurch nach außen wandern kann. Dieser Prozess wird Diffusion genannt. Beim Wandaufbau im Holzhaus, Fertighaus, Blockhaus sollten Konstruktion und Material so gewählt werden, dass er diffusionsoffen ist.
Grundregel für den Feuchteschutz durch Diffusion: Die Schichten des Bauteils müssen innen dichter sein als außen. So wird mehr Wasserdampf nach außen abgegeben als von innen "nachrücken" kann.
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