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Wärmeversorgung durch erneuerbare Energien

Mehr als 30 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) bläst die Weltgemeinschaft jährlich in die Atmosphäre - und hüllt damit die Erde in eine Heizdecke. Dieses Szenario muß gestoppt werden - eine globale Herausforderung! Deshalb ist die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien in Deutschland sehr erfreulich und hat weltweit Vorbildcharakter.

 

Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung steigt seit Jahren in Deutschland. Allerdings liegt der Wert in 2008 bei knapp 7 % des des deutschen Wärmebedarfs, der durch erneuerbare Energien zwischenzeitlich gedeckt wird. Neue Haustypen, ob Holzhaus, Blockhaus oder Fertighaus mit neuen Heiztechnologien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien führen zu Energiesparhäusern wie z.B. das Niedrigenergiehaus oder Passivhaus.

 

Die Potenziale im Bereich der erneuerbaren Energien sind also noch ausbaufähig, müssen sie auch, wenn wir uns dauerhaft von Öl und Gas unabhängig machen wollen. Bereits im Jahr 2020 könnte der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung bei 14 Prozent liegen. Damit könnten über 86 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Weitergehende Studien führender Forschungsinstitute bestätigen, dass die erneuerbaren Energien den Wärmebedarf Deutschlands in 2050 schon zu 50 Prozent decken können.

 

 

Wärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien


Die erneuerbaren Energien (Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Solarthermie, Photovoltaik, Wärmepumpen, Geothermie) sind eine noch junge Technologie im Vergleich zur Wärmeerzeugung mit Öl und Gas. Erneuerbare Energien hat man in den letzten Jahren vor allem mit der Stromerzeugung (Photovoltaik), die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom in Verbindung gebracht.

 

Durch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ändert sich das jetzt aber. Denn im Wärmebereich und der Wärmeerzeugung sowie in der Energieeffizienz liegen die noch größeren Potenziale. Deshalb schafft der Staat mit dem Wärmegesetz eine Grundlage zur weitergehenden Verwendung von Erneuerbaren Energien vor allem im Wärmebereich.

 

 

Welche Erneuerbaren Energien erzeugen Wärme?


Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die nach menschlichem Ermessen, auch in absehbarer Zukunft, im Gegensatz zu Öl und Gas, nicht versiegen werden. Wie sagte Dr. Franz Alt, ein leidenschaftlicher Verfechter der Sonnenenergie schon vor Jahren: die Sonne schickt uns keine Rechnung!

 

Die unermeßliche Energie der Sonne kann durch solarthermische Anlagen genutzt werden. Eine weitere wichtige Energiequelle ist die Geothermie. Im Erdinnern steckt Wärme, die wir für die Wärmeversorgung von Gebäuden nutzen können. Wärmepumpen beziehen die erwärmte Luft oder Gewässer ein und liefern so brauchbare Wärme für den Menschen.

 

Eine ganze Reihe von Energieformen gib es bei sogenannten Biomasse-Heizungen. Energielieferanten sind hier Holzpellets, Hackschnitzel aber auch Biogas (z.B. aus Gülle oder Mais). Daher spricht man auch von nachwachsenden Rohstoffen, die in der Natur vorkommen und wirtschaftlich zur Wärmeerzeugung genutzt werden.



Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit und Investition in erneuerbare Energien


Unkenntnis und hohe Investitionskosten schreckten bisher viele Verbraucher, Hauseigentümer und Hausbauwillige vom Einsatz der erneuerbaren Energien im Wärmebereich ab. Das wird sich in naher Zukunkt durch das Wärmegesetz ändern. Die staatlichen Anreize zur Förderung der erneuerbaren Energien unterstützen die Entwicklung hin zur Anwendung erneuerbarer Energien bei der Wärmeerzeugung.

 

Je schneller die Preise für Gas und Öl steigen, umso mehr rechnen sich die erneuerbaren Energien. Noch vor wenigen Jahren lag der Barrel-Preis für ein Faß Öl bei 30 Dollar, im Sommer 2008 bewegte er sich bei 130 Dollar! Da der Rohstoff Öl immer knapper wird, werden auch die Preise hierfür weiter steigen. Wer jetzt z.B. eine Pelletsheizung installiert, muss zwar eine bestimmte Investition tätigen, macht sich aber von Öl und Gas unabhängig!

 

CO2, Umwelt und erneuerbare Wärme

 

Wer mit erneuerbaren Energien seinen Wärmebedarf deckt, schont nicht nur die Umwelt durch die Verringerung des CO2-Ausstoßes, sondern koppelt sich frühzeitig von steigenden Energiekosten bei Öl und Gas ab. Bei mittel-und langfristiger Betrachtung und Berechnung der Energiepreise der unterschiedlichen Energieträger wird schnell klar, dass die „Erneuerbaren“ Öl und Gas den Rang ablaufen werden. Nicht nur von der Verfügbarkeit her gesehen, sondern auch was die Preisentwicklung anbelangt. Hierzu muss man kein Prophet sein.

 

 

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