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Der Holzhausbau erlebt einen steilen Anstieg. Parallel dazu wurde eine Palette von Hightech-Holzprodukten für die neue Holzbauqualität entwickelt.
Wer sich für ein Holzhaus interessiert, und das ist eine stetig wachsende Zahl von Bauherren, der merkt rasch, dass der überkommene Grundwortschatz mit Balken, Brett und Platte nicht mehr reicht, um die neue Holzbauwelt zu beschreiben.
Das Holz bekommt Zuwachs
Begriffe wie Duo-/Triobalken oder Brettstapelbauweise und Abkürzungen wie KVH® oder OSB spiegeln die Vielfalt und das Innovationstempo in den modernen Holzsystembauweisen. Hier werden Qualitätsprodukte gebraucht, die im Rahmen des Gesamtsystems ihre speziellen Aufgaben zuverlässig erfüllen. Das führte einerseits zu verbesserter Trocknung, Sortierung und Oberflächenbearbeitung des Holzes und andererseits zu neuen Holzprodukten, bei denen der Ausgangsrohstoff aufgetrennt oder zerspant bzw. zerfasert und neu zusammengesetzt wird.
In nachfolgender Übersicht stellen wir sechs stabförmige Holzprodukte für Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen vor, außerdem zwei plattenförmige Holzwerkstoffe und schließlich mit dem Massivholzbau (Brettstapelelemente, Blocktafeln, Dickholz) eine neue Elementbauweise. Allen Produkten gemeinsam ist die Trocknung. Mit trocken eingebautem und trocken bleibendem bzw. außen rasch abtrocknendem Holz ist der Verzicht auf chemischen Holzschutz möglich.
Auch in Risikobereichen wie z. B. bei den unteren Rahmenhölzern des EG (Schwellhölzern) kann man durch die Wahl resistenter Holzarten die chemische Behandlung vermeiden. Sofern zum Herstellprozess Verklebungen gehören, werden sie mit formaldehydarmen Klebstoffen unterhalb des Werts für die Emissionsklasse E1 bzw. mit formaldehydfreien Klebstoffen ausgeführt. Wo und wie die Produkte und Systeme beim Holzhaus fachgerecht eingesetzt werden, das ist eine Aufgabe für den Zimmermeister. Wo sie in Eigenleistung verarbeitet werden - Produkte wie OSB oder auch KVH® bleiben engagierten Selbermachern natürlich nicht verborgen - da sollte man sich nicht auf statisch oder bauphysikalisch sensible Felder wagen und sich in jedem Fall vom Fachmann beraten lassen. Und außerdem auf Qualität achten, mindestens auf das Ü-Zeichen als Nachweis der Übereinstimmung mit den technischen Regeln.