Mehrgeschossiger Holzbau revolutioniert den Wohnungsbau

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mehrgeschossiges Bauen in Holzbauweise

Das viergeschossige Holzhaus - ein Pilotprojekt im Geschoss-Wohnungsbau. Die ausführende Holzbau-Firma, spezialisiert auf das mehrgeschossige Bauen, ist  Huber & Sohn GmbH & Co. KG, 83549 Bachmehring. Durch die Verwendung von Holz als wesentlichem Baustoff, stand der hohe Vorfertigungsgrad im Vordergrund. Daraus resultierte eine erhebliche Verkürzung der Bauzeit.

 

Ziel des durch die DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) geförderten Forschungsprojektes war die Entwicklung eines Bausystems, mit dem die wirtschaftliche Realisierung von bis zu achtstöckigen Geschosswohnungsbauten in Holzbauweise möglich ist. Insbesondere wurden folgende Aspekte umgesetzt:

 

  • Verwendung von Massivholzdecken und Massivholzwänden
  • sichtbare Holzoberflächen der Deckenuntersichten
  • in sich selbst ausgesteifte Holzkonstruktion ohne Betonbauteile
  • Fassadenbekleidungen aus Holz
  • Balkone aus Holz
  • Aufzugsturm aus Beton
  • Integration der HLSE-Installation
  • Erfüllung der erhöhten Schallschutz- Anforderungen nach der Richtlinie VDI 4100 (Schallschutz in Wohnungen)

Viergeschossiges Holzhaus im Geschosswohnungsbau

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mehrgeschossiger Holzbau viergeschossig Huber & Sohn Bachmehring

Der moderne Holzbau steht für kurze Bauzeiten. In Bad Aibling montierten die Holzbauer jeden Tag ein Geschoss. So konnte in nur vier Tagen bei diesem Pilotprojekt der gesamte Rohbau inklusive fertiger Fassade und inklusive eingebauter Fenster erstellt werden. Das ist ein entscheidender Vorteil dieses Bausystems, z. B. bei Projekten in der Nachverdichtung.

 

Dank moderner CAD-Systeme sowie leistungsfähiger computergesteuerten Produktionsanlagen kann die elementierte Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad rationell konstruiert und gefertigt werden. Das patentierte Bausystem ermöglicht eine effiziente Arbeitsvorbereitung und einen wirtschaftlichen Einsatz im mehrgeschossigen Holzbau. Ein eigens entwickeltes Brandschutzkonzept garantiert die sichere Umsetzung der Brandschutzauflagen des viergeschossigen Holzbaues.

 

Die tragenden und aussteifenden sowie die raumabschließenden Wände sind beidseitig mit Gipsfaserplatten für eine Brandbeanspruchungsdauer von 60 Minuten gekapselt.Die Bekleidung stellt sicher, dass sich die Konstruktion innerhalb dieser Zeit in keiner Weise am Brandgeschehen beteiligt.


Achtgeschossiger Holzbau - Deutschlands höchstes Holzhaus

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Achtgeschossiger Holzbau in Bad Aibling

Neue Wege im mehrgeschossigen Holzbau zeigt der erste Achtgeschosser in Holzbauweise im oberbayerischen Bad Aibling. Im Sommer 2011 entstand mit fast 25 Metern Höhe Deutschlands höchstes Holzhaus.

 

Mit 570 m³  verbautem Holz und einer Wohn- und Nutzfläche von rund 1470 m² entstanden Superlative in den Medien wie z.B. "Rekord-Holzhaus", wie es der Donaukurier formulierte. Die Süddeutsche Zeitung und andere Fachzeitschriften schwärmen von dem Holzhochhaus und selbst das Fernsehen zeigt Interesse an dem Holzbauprojekt. Josef Huber, Geschäftsführer des ausführenden Holzbau-Unternehmens Huber & Sohn ist stolz auf das Leuchtturmprojekt, das zum Vorzeigeprojekt avancierte.

 

Die Qualitäten stecken weniger in der schieren Größe des Holzbauprojektes als in einem schlüssigen Brandschutzkonzept und in den konstruktiven Details. Hier hatten die verantwortlichen Planer zahlreiche gute Ideen, die für die Planung zukünftiger Holzbauten dieser Art durchaus richtungsweisend sein können.


Die Massivholzwand, die die Holzbaufirma Huber & Sohn für das ehrgeizige Holzbauprojekt entwickelte, besteht aus dicht an dicht stehenden Stielen aus Vollholz. Dadurch entsteht ein massiver Holzkern, der mit Plattenwerkstoffen aussteifend beplankt wird. Auf der Außenseite sorgt eine Dämmschicht aus Dämmstoffen für den notwendigen Wärmeschutz. Die Luftdichtheit wird durch ein Baupapier erreicht. Den oberen und unteren Abschluss der geprüften Wand bilden, wie auch im Holzrahmenbau, Rähme und Schwellen, jedoch aus Furnierschichtholz.



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Achtgeschossiger moderner Holzbau

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mehrgeschossiger Holzbau in Leichtbauweise


Massiver Leichtbau in mehrgeschossiger Holzbauweise

Gegenüber der Holzrahmenbauweise sieht Josef Huber bei seiner Holzwand den Vorteil, dass beim Dagegenklopfen ein dumpfer Ton entsteht. Das Gefühl von hohl klingender Leichtbauweise komme dagegen nicht auf – ein wichtiger Aspekt für die Wohnqualität des Gebäudes. Ein wichtiger Aspekt für die Wohnqualität des Gebäudes. Der Bauherr bekomme bei überschaubaren Mehrkosten eine Massivbauweise in hoher ökologischer und bauphysikalischer Qualität.

 

Die Holzmassivwand besitzt eine hohe Belastbarkeit und ist somit gut für den mehrgeschossigen Holzbau geeignet. Den Einsatz im mehrgeschossigen Bauen macht auch die Fremdüberwachung möglich, die für hochfeuerhemmende Bauteile nach der "Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise" erforderlich ist. Die Huber-Massivwand wird durch die Marterialprüfanstalt der TU München fremdüberwacht.

 

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