Das finnische Bauforschungsinstitut VTT in Espoo hat einen Report veröffentlicht, der die Einflüsse des natürlichen Werkstoffes Holz auf das Raumklima nachweist. Das Ergebnis: Oberflächen aus Naturholz an Wänden, Decken und auf Fußböden "puffern" das Raumklima, weil die relative Luftfeuchtigkeit deutlich stabilisiert wird. Die Luftfeuchtigkeit der Raumluft erreicht nach Aussagen der Forscher stabilere Werte als in Räumen ohne Holzoberflächen. Ein stabiles Raumklima im optimalen Bereich zwischen 30 und 55 Prozent relativer Luftfeuchte lasse zudem weniger Gesundheitsbeeinträchtigungen auftreten als bei höheren oder niedrigeren Werten.
Um sicherzustellen, dass die Untersuchungsergebnisse nicht nur nordische Klimaverhältnisse richtig beurteilen, bezogen die finnischen Bauforscher drei weitere Untersuchungsobjekte in ihre Untersuchungen und Betrachtungen ein - Häuser und Wohnungen in Holzkirchen/Deutschland, Saint Hubert/Belgien und Trapani/Italien. Damit deckten sie die unterschiedlichsten europäischen Klimazonen ab. Weiterhin stellten die Forscher fest, dass unbehandeltes Holz eine bessere klimastabilisierende Wirkung zeigte als lackierte Holzoberflächen. Ein Nebeneffekt: Die Stabilisierung des Feuchtegehalts verhindere auch größere Temperaturschwankungen und übe dadurch eine Art "passiver Klimakontrolle" aus. Vor allem in gemäßigten Klimazonen funktioniere diese hervorragend.
Der Baustoff Holz hat folgende Vorteile:
Er ist ein nachwachsender Rohstoff, er hat eine hervorragende Energiebilanz, besitzt eine hohe Oberflächentemperatur, ist statisch belastbar, diffusionsfähig, hygroskopisch, absorptionsfähig, riecht angenehm, gibt im unbehandelten Zustand keine Giftstoffe ab und lädt sich elektrostatisch nicht auf.
Die Vorteile von Lehm sind:
Er ist nahezu unbegrenzt vorhanden, hat eine hervorragende Energiebilanz, ist diffusionsfähig und hygroskopisch, ist in hohem Masse absorptionsfähig, d.h trägt zur Entgiftung der Raumluft bei, riecht angenehm und lädt sich elektrostatisch nicht auf.
Die optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40% und 60%.
Eine relative Luftfeuchtigkeit unter 30% bringt folgende Nachteile mit sich:
Der Staubanteil nimmt zu. Elektrostatisch aufgeladene Raumoberflächen sorgen für eine extrem einseitig positiv ionisierte Raumluft.
Eine relative Luftfeuchtigkeit über 70 % führt zu Wachstum von Schimmelpilzen, Bakterien, Viren und Hausstaubmilben.
Stickworte: Raumklima, Raumluftfeuchte, Luftfeuchtigkeit, Raumluft, Oberflächen, gesundes bauen, gesundes Wohnen, diffussionsfähig, Holz, Lehm, Baubiologie, Allergiker, natürliche Baustoffe.