4 Schritte zum Holzhaus

Was ist ein Ausbauhaus?

- Immer mehr Bauherren wollen Eigenleistung beim Hausbau einbringen. „Do it youself“ und Heimwerken ist bei den Deutschen sehr beliebt. Selber oder mit Freunden zusammen Hand an das neue Eigenheim zu legen und dabei Geld zu sparen ist die Devise der künftigen Eigenheimbesitzer.

Darauf haben sich Fertighaushersteller und Holzhaushersteller eingerichtet. Sie stellen Ausbau- und Technikpakete dem Bauherren zur Verfügung, wie es auch der Handwerker erhält. Je nach Haustyp können Bauherren einzelne Gewerke, den gesamten oder zumindest teilweisen Innenausbau in Eigenregie erledigen. Der Begriff Ausbauhaus ist keine allgemeingültige Definition. Vielmehr mussjeder Bauherr individuell mit dem Haushersteller vertraglich vereinbaren, welche Art von Eigenleistung erbracht werden will.

Eigenbeteiligung und Mitbauen beim Haus immer festlegen

Welchen Grad an Ausbaumöglichkeiten ein Haus beim Neubau erreichen soll, ist immer individuell vertraglich mit der Fertighausfirma zu regeln. Üblich ist, dass das Holzfertighaus geschlossen mit gedämmten Wänden und eingedecktem Dach auf das Baugrundstück geliefert wird. Die Fassade ist entweder verputzt (auch bei einem Holzfertighaus möglich) oder mit Holz verkleidet. In den Wänden sind bereits die Leerrohre für die elektrischen Leitungen sowie die Rohre für Wasser-, Abwasser und Gasanschlüsse bereits vormontiert. Denn Innenausbau oder Teile davon übernimmt dann der Bauherr in dem Maße wie es vereinbart wurde. Voraussetzung für die Eigenbeteiligung amHausbau ist natürlich, dass der Bauherr schon einige Fachkenntnisse mitbringen sollte. Für handwerklich Unbegabte ist das nichts.

Welche Ausbaustufen bei einem Holzfertighaus gibt es?

Verschiedene Ausbaustufen eines Holzfertighauses sind möglich. Das beginnt beim Rohbau und kann bei einem quasi fertigen Haus aufhören, in dem lediglich das Dachgeschoss selbst ausgebaut wird. Im Gegensatz zum Selbstbauhaus, Mitbauhaus oder Bausatzhaus, bei welchen auch die Fassade teils selbst errichtet werden muss, sind bei dieser Art des schlüsselfertigen Bauens schon Wände, Dach und Keller vorhanden. Das heißt, die Gebäudehülle mit Wänden und Fenstern wird vom Fertighaushersteller geliefert. Wählbar ist ein Ausbauhaus mit oder ohne Elektroinstallation, Fußböden oder Sanitärobjekten. Am beliebtesten sind Maler- und Tapezierarbeiten, das Verlegen von Bodenbelägen, Dämmung und Ausbau des Dachgeschosses.   

Vorteile und Nachteile bei einem Ausbauhaus

Bauherren sollten ihre handwerklichen Fähigkeiten nicht überschätzen, sonst könnte es sich nachteilig auf die Bauqualität und den Einzugszeitpunkt des Hauses auswirken. Nicht  zu unterschätzen ist auch der zeitliche Faktor und die persönlichen Einschränkungen der Familie durchdas Mitwirken beim Innenausbau. Viele Schritte und eine straffe Terminkoordinierung sind in Eigenregie zu stemmen. Das kostet Zeit und Nerven und eventuell sogar Freundschaften. Bei durch Eigenleistung auftretenden Mängeln haftet der Bauherr selbst.

Die Vorteile beim Mitbauen und selber Gestalten des neuen Eingenheimes liegen auf der Hand. Etwas mit eigenen Händen zu schaffen und sich dabei durch gute Freunde und Familienmitglieder unterstützen zu lassen macht Freude und Stolz und lässt einen später zufrieden zurückblicken. Je mehr Eigenleistung eingebracht wird, desto günstiger wird das Haus. Im Vorfeld ist ein genaue zeitliche Planung erforderlich. Die Lieferzeitpunkte, Abnahmefristen und Ferigstellungstermine müssen zwischen den privaten Bauherren und Handwerkern aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig raten die Haushersteller dazu, die Maurer-, Estrich- und Putzarbeiten, Heizungs-, Elektro- und Sanitärarinstallation, Zimmerer- und Dachdecker- sowie Dachklempnerarbeiten immerden Fachfirmen vorbehalten zu lassen. Diese übernehmen dann auch die Gewährleistung.

Fazit: Zusammengefasst ist es wichtig, rechtzeitig mit dem Fertighaushersteller abzuwägen, welche Eigenleistungen realistisch sind und welchen Fähigkeiten und Möglichkeiten beim Ausbau des Hauses einbringen kann.