Von der verlängerten Finanzierung können auch Investoren, Wohnungsbaugesellschaften und Projektentwickler profitieren, die genehmigte Mehrfamilienhäuser in Holz- oder Holzhybridbauweise realisieren wollen.
Von der verlängerten Finanzierung können auch Investoren, Wohnungsbaugesellschaften und Projektentwickler profitieren, die genehmigte Mehrfamilienhäuser in Holz- oder Holzhybridbauweise realisieren wollen.
Die ursprünglich bereitgestellten 800 Millionen Euro für die EH55-Plus-Förderung waren Anfang Oktober nahezu ausgeschöpft. Deshalb hat die Bundesregierung am 9. Oktober 2026 zusätzliche Mittel angekündigt. Wie hoch die Aufstockung ausfällt, wurde zunächst nicht beziffert.
Die Förderung war im Dezember 2025 eingeführt und im Juni 2026 verlängert worden. Ihr Ziel ist es, bereits genehmigte, aber noch nicht begonnene Bauprojekte aus dem sogenannten Bauüberhang in die Umsetzung zu bringen.
Nach Angaben der KfW wurden bis zum 5. Oktober rund 52.100 Wohneinheiten gefördert. Die hohe Nachfrage zeigt, welche Bedeutung verbesserte Finanzierungskonditionen für den Wohnungsneubau haben. Geförderte Wohneinheiten sind dabei nicht mit bereits fertiggestellten Wohnungen gleichzusetzen.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des KfW-Programms „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN).
Das Programm richtet sich an private und gewerbliche Bauherren sowie an kommunale Investoren. Für Kommunen gelten eigene Förderangebote.
Die EH55-Plus-Förderung ist nicht an eine bestimmte Bauweise gebunden. Sie kann deshalb auch für Mehrfamilienhäuser in Holzrahmen-, Holzmodul- oder Holzhybridbauweise genutzt werden, sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt sind.
Für professionelle Bauherren ergeben sich insbesondere drei Ansatzpunkte:
Genehmigte Projekte aktivieren: Bereits geplante Mehrfamilienhäuser können durch günstigere Finanzierungskonditionen wirtschaftlich wieder interessanter werden.
Industrielle Vorfertigung nutzen: Holz- und Holzhybridsysteme ermöglichen eine weitgehende Vorfertigung von Tragwerken, Fassaden und Raummodulen. Kürzere Bauzeiten können sich positiv auf Baustellenkosten und Finanzierung auswirken.
Wohnungsbauprogramme beschleunigen: Wohnungsunternehmen und Projektentwickler können bei wiederkehrenden Gebäudetypen standardisierte Bausysteme einsetzen und Planungs- sowie Produktionsprozesse bündeln.
Für den modernen Holzbau liegt die Chance nicht allein im zusätzlichen Förderkredit. Entscheidend ist, ob baureife Projekte durch wirtschaftliche Planung, geeignete Bausysteme und verlässliche Bauzeiten tatsächlich realisiert werden.
Gerade im mehrgeschossigen Wohnungsbau können industriell vorgefertigte Holz- und Holzhybridkonstruktionen dazu beitragen, Bauabläufe zu standardisieren und die Projektdurchführung besser kalkulierbar zu machen. Ob sich daraus Kostenvorteile ergeben, muss projektbezogen bewertet werden.
Fazit: Die Aufstockung der EH55-Plus-Förderung setzt einen zusätzlichen Finanzierungsimpuls für den Wohnungsneubau. Für Holzbauunternehmen und Systemanbieter entsteht damit die Möglichkeit, genehmigte Mehrfamilienhausprojekte mit industriell vorgefertigten Lösungen in die Umsetzung zu begleiten.
Weiterführende Informationen: Auf Holzbauwelt.de – Holzbauweisen werden moderne Holzbausysteme und ihre Einsatzmöglichkeiten im Wohnungs- und Objektbau vorgestellt.
Quellen und Förderinformationen:
Die internationale Holzbaubranche trifft sich vom 2. bis 4. Dezember 2026 zum 30. Internationalen…
Die IBA’27 StadtRegion Stuttgart macht sichtbar, wie vielseitig moderner Holzbau heute eingesetzt…
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