Kostengünstig bauen

Baukosten beim Hausbau gezielt senken

Der Bau eines Eigenheims gehört für die meisten Bauherren zu den größten Investitionen ihres Lebens. Umso wichtiger ist es, Kosten frühzeitig zu planen, Einsparpotenziale zu erkennen und das verfügbare Budget gezielt einzusetzen.

Bereits bei Grundstück, Hausgröße, Grundriss, Bauweise, Ausstattung und Haustechnik lassen sich Entscheidungen treffen, die erheblichen Einfluss auf die späteren Baukosten haben. Wer von Beginn an wirtschaftlich plant und Leistungen sowie Angebote sorgfältig vergleicht, kann unnötige Mehrkosten vermeiden.

Die folgenden zehn Tipps zeigen, an welchen Stellen Bauherren ihre Baukosten gezielt beeinflussen und das vorhandene Budget möglichst effizient einsetzen können.

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Baukosten beim Hausbau senken

  1. Grundstücksgröße realistisch wählen: Ein kleineres Grundstück kann die Gesamtkosten deutlich reduzieren. Auch Baulücken oder Restgrundstücke können interessant sein, sofern Zuschnitt, Erschließung und Bebauungsplan zum Bauvorhaben passen.
  2. Einliegerwohnung mitplanen: Eine Einliegerwohnung kann zusätzliche Mieteinnahmen ermöglichen oder später flexibel für Familie, Pflege, Arbeiten oder den eigenen Wohnbereich genutzt werden. Die Mehrkosten für zusätzliche Fläche, Haustechnik und Erschließung sollten jedoch vorab genau kalkuliert werden.
  3. Auf aufwendige Gebäudedetails verzichten: Erker, Gauben, Vorsprünge, Balkone und komplizierte Gebäudeecken erhöhen Planungs-, Material- und Ausführungskosten. Ein klarer Baukörper ist in der Regel wirtschaftlicher.
  4. Einfache Dachformen bevorzugen: Sattel- oder Pultdächer lassen sich meist einfacher planen und ausführen als komplexe Dachlandschaften mit zahlreichen Gauben, Kehlen und Anschlüssen.
  5. Kompakten Baukörper planen: Ein günstiges Verhältnis von Wohnfläche zu Gebäudehülle kann Bau- und spätere Energiekosten positiv beeinflussen. Fensterflächen, Sonnenschutz und Raumorientierung sollten dabei gemeinsam mit Architektur und Energiekonzept geplant werden.
  6. Grundriss effizient organisieren: Weniger Verkehrsflächen, sinnvoll angeordnete Räume und möglichst wenige unnötige Innenwände können Fläche und Ausbaukosten reduzieren. Offene Wohnbereiche können dabei eine Möglichkeit sein, sollten aber zur gewünschten Nutzung passen.
  7. Sanitärräume konzentrieren: Bäder, Gäste-WC und Küche sollten möglichst so angeordnet werden, dass Leitungswege kurz bleiben. Ob auf ein separates WC oder eine zusätzliche Dusche verzichtet werden kann, hängt von Haushaltsgröße und Nutzung ab.
  8. Bei Ausstattung zunächst Standards wählen: Innentüren, Bodenbeläge, Sanitärobjekte, Schalterprogramme und andere Ausstattungsdetails lassen sich häufig zunächst in solider Standardqualität ausführen und später bei Bedarf austauschen.
  9. Carport statt Garage prüfen: Ein Carport ist häufig günstiger als eine geschlossene Garage. Ob er ausreicht, hängt von Grundstück, Nutzung, Stauraumbedarf und örtlichen Vorgaben ab.
  10. Eigenleistungen realistisch einplanen: Ausbauhäuser können Bauherren ermöglichen, durch Eigenleistungen Kosten zu reduzieren. Sinnvoll ist das jedoch nur bei ausreichender handwerklicher Erfahrung, verfügbarer Zeit und verlässlicher Unterstützung. Eigenleistungen sollten bereits vor Vertragsabschluss genau festgelegt und kalkuliert werden.