Holzhybridbau

Holz und Beton werden zur mehrgeschossigen Holzhybridbauweise

Beim Holzhybridbau werden die Materialien Holz, Beton und Stahl mit ihren jeweiligen Stärken vereint. Holz als nachhaltiger Baustoff und tragendes Element für die Gebäudehülle dominiert bei der Holzhybridbauweise. Beton als statisches Element wird für das Fundament, Treppenaufgänge, Fahrstuhlschacht und für Betondecken verwendet. Wichtig sind daher die Anschlussstellen für die Verbindung von Beton und Holz. Dazu haben die Objektbau-Anbieter bestimmte technische Verbindungssysteme geschaffen.

Vorteile und Anwendung der Holzhybridbauweise

Mehrgeschossiges Bauen

  • Vereinfachung der Planungsprozesse durch ein einheitliches Bausystem
  • Definiertes Tragwerksverhalten einzelner Baustoffe für BIM-Anwendung
  • Optimale und wirtschaftliche Kombination von Holz und Beton im Objektbau
  • Vereinheitlichte Kostenkalkulation nach Bauteilen
  • Planer, Architekt, Holzbauer haben Zugriff auf Zeichnungen und Pläne
  • Hohe Vorfertigung der Bauteile und Anlieferung „Just in Time“ auf der Baustelle
  • Beschleunigter Baustellenprozess 

Die Kombination verschiedener Baumaterialien wie Holz und Beton und eine integrale Planung schafft nachhaltige, wirtschaftliche und energieeffiziente mehrgeschossige Wohngebäude, Bürogebäude und Produktionsgebäude. Der mehrgeschossige Holzhybridbau eignet sich außerdem für Aufstockungen und für den Bau von Hochhäusern.

Durch die Verwendung von Holz als wesentliches Baumaterial bei der Holzhybridbauweise erhält das zu bauende Gebäude eine sehr gut Ökobilanz, da Holz als CO2-Senke dient und eine klimaneutrale Bauweise darstellt. 

Mehrgeschossiger Holzbau

Das Prinzip Cradle to Cradle

Fazit zum Holz-Hybridbau

Der mehrgeschossige Holz-Hybridbau ist ein Bausystem, mit dem schnell und flexibel Gebäude aller Art und unterschiedlicher Nutzungszwecke wirtschaftlich erstellt werden können. Dabei werden die verschiedenen Materialien wie Holz, Beton und Stahl zu Beton- und Holzkonstruktionen vorteilhaft zusammengefügt. Im mehrgeschossigen Bauen gewinnt diese Bauweise an Bedeutung.

„Holz 5“ der Schankula-Architekten

Fünfgeschossiger Holz-Hybridbau überzeugt im mehrgeschossigen Bauen

Das Gebäudekonzept stellt einen Prototypen zur Nachverdichtung im städtischen Raum dar. Das Wohnhaus steht als Kopfbau vor einem bestehenden dreigeschossigen Mehrfamilienhaus. Beide sind über ein Treppenhaus miteinander verbunden.

Das neue Gebäude stellt eine Weiterentwicklung des reinen Holzbaus dar, indem es die Vorteile der Holzbauweise mit den Vorzügen von Beton-Fertigelementen verbindet. Die Außenhülle besteht aus Holzständerwänden mit 30 cm Wärmedämmung und einer sägerauhen Holzaußenbekleidung. Die tragende Innenwände sind als Stahlbetonhohlwände und die Decken als Spannbeton-Hohldielen realisiert. Nach Montage der Innen- und Außenwände wurden die Decken aufgelegt und zusammen mit den Hohlwänden vergossen. Die Bauzeit des Rohbaus mit Außenhülle betrug nur fünf Wochen.

Das fünfgeschossige Holz-Beton-Hybridhaus „Holz 5“ der Schankula-Architekten, München auf dem B&O-Gelände in Bad Aibling ist ein Paradebeispiel für das verdichtete Bauen in der Stadt. In der „City of Wood“ zeigt der „H5“ auf 5 Stockwerken die Vorteile der Kombination aus Holz-und Betonelementen.

„Holz 5“ der Schankula-Architekten, Huber & Sohn