Hallenbau in Holzbauweise

Konstruktive Vorteile durch den Baustoff Holz

Viele Unternehmen aus Industrie und Logistik benötigen Hallenbauten für Produktion, Logistik und Lagerung. Bei der Wahl des Tragwerks spielen unter anderem Spannweiten, Tragfähigkeit, Bauphysik, Vorfertigung, Montagezeiten und Erweiterbarkeit eine wichtige Rolle. Holz und moderne Holzwerkstoffe wie Brettschichtholz bieten hierfür leistungsfähige konstruktive Lösungen. Insbesondere bei weit gespannten Hallentragwerken lassen sich große Spannweiten mit vergleichsweise geringem Eigengewicht und einem hohen Vorfertigungsgrad realisieren.

Hallenbau mit leistungsfähigen Holztragwerken

Holz und moderne Holzwerkstoffe bieten für den Hallenbau leistungsfähige konstruktive Möglichkeiten. Besonders Brettschichtholz eignet sich für weit gespannte Tragwerke und ermöglicht unterschiedliche Hallengeometrien, Tragwerksformen und Spannweiten.

Ein wesentlicher Vorteil liegt im Verhältnis von Tragfähigkeit zu vergleichsweise geringem Eigengewicht. Dadurch können großformatige Träger und vorgefertigte Bauteile eingesetzt werden, ohne die Konstruktion unnötig schwer auszubilden. Je nach Tragwerkskonzept lassen sich große stützenfreie oder stützenarme Hallenbereiche realisieren.

Brettschichtholz verfügt über definierte Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften und kann gezielt für hohe konstruktive Anforderungen dimensioniert werden. Gleichzeitig ermöglicht die werkseitige Vorfertigung präzise Bauteile, die auf der Baustelle in abgestimmten Montageabläufen zusammengefügt werden können.

Brettschichtholz für den Bau von Holzhallen

Holz wird seit Jahrhunderten als Baustoff verwendet. Durch die industrielle Herstellung moderner Holzwerkstoffe stehen heute präzise dimensionierbare und leistungsfähige Bauteile für unterschiedlichste Tragwerksaufgaben zur Verfügung. Konstruktionsvollholz, Brettsperrholz und insbesondere Brettschichtholz werden im Hallenbau für Gebäude in Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft eingesetzt.

Brettschichtholz bietet dabei zahlreiche konstruktive Möglichkeiten für moderne Hallentragwerke:

  • großer architektonischer Gestaltungsspielraum bei der Tragwerksplanung
  • große Spannweiten und stützenarme Hallenbereiche möglich
  • leistungsfähige Träger, Stützen und Rahmenkonstruktionen aus Brettschichtholz
  • unterschiedliche Tragwerksformen und Hallengeometrien realisierbar
  • Integration von Photovoltaikanlagen auf entsprechend geplanten Hallendächern möglich
  • Brandschutz kann über die Dimensionierung der Holzbauteile und das projektspezifische Brandschutzkonzept berücksichtigt werden
  • berechenbares Abbrandverhalten massiver Holzbauteile
  • vergleichsweise geringes Eigengewicht der Tragkonstruktion
  • hoher werkseitiger Vorfertigungsgrad
  • kurze und planbare Montageabläufe auf der Baustelle

Je nach Nutzung und architektonischem Konzept lassen sich unterschiedliche Hallenkonstruktionen in Holzbauweise realisieren. Holzskelett- und Rahmenkonstruktionen mit Brettschichtholz eignen sich beispielsweise für Gewerbe- und Produktionshallen, Montagehallen, Handwerkerhallen, Ausstellungshallen sowie Lager- und Logistikhallen. Hallengebäude in Holzbauweise können darüber hinaus mit Büro-, Verwaltungs- und Sozialbereichen kombiniert werden.

Boulderhalle Frankenjura

Deutschlands größter offener Holzbau mit Personenlast

Die größte und modernste Boulderhalle der Welt wurde im fränkischen Erlangen komplett als Holzbau errichtet. Das imposante Gebäude besteht aus zwei Hexagonen mit insgesamt 5500 Quadratmetern Nutzungsfläche - alleine 3500 davon sind reine Boulderfläche. Damit ist es laut Brandschutzgutachter Deutschlands größter offener Holzbau mit Personenlast.

Boulderhalle Frankenjura, Rudolf HÖRMANN