Effizienzhaus 40

Förderung für Bau oder Ersterwerb eines neuen Effizienzhauses

Die Bezeichnungen „KfW-40“ und „KfW-55“ waren Begriffs-Definitionen, die sich auf die früheren Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezogen hatten und die jetzt nicht mehr gültig sind (Stand: April 2022). Holzhäuser oder Fertighäuser wurden, abhängig vom jährlichen Primärenergiebedarf, dabei zu einem KfW-40 EffizienzHaus oder KfW-55 EffizienzHaus klassifiziert. Gefördert werden sollten damit Baufamilien, deren Häuser einen jährlichen Primärenergiebedarf von maximal 55 oder 40 kWh/m² aufwiesen.

Zusätzlich musste der Transmissionswärmeverlust (Wärmeverlust durch Wände, Fenster) dieser KfW-Häuser 30 Prozent oder sogar 45 Prozent unter dem Normalwert der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) liegen. Das bedeutete, dass die Außenwanddämmung und die Dachdämmung erheblich stärker sein mußten. Auch heute sind Holzhäuser von Natur aus durch die Holzrahmen- oder Holzständerwand sehr gut gedämmt.

 

Aktuelles zur Neubau-Förderung

Seit 21.04.2022 gilt als KfW-Neubau-Förderung nur noch für das Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeit mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Bauen (QNG). Ab 01.01.2023 soll ein neues umfassendes Förderprogramm unter dem Titel "Klimafreundliches Bauen" an den Start gehen, das im Moment vom Ministerium vorbereitet wird. Insbesondere sollen die Treibhausgas-Emissionen im Lebenszyklus der Gebäude noch stärker berücksichtigt werden, was der Holzbauweise sehr zuträglich sein wird.

BAFA - Förderprogramm im Überblick Aktuell

KfW-Neubau-Förderung nur mit Qualitätssiegel

Was sind KfW-Häuser, Passivhäuser, Effizienzhäuser

Für das Passivhaus galt ebenfalls der frühere KfW-40 Standard sowie weitere Maßgaben. Unter anderem mitfolgenden Werten:

  • Außenwand U = 0,1 bis 0,15 W/m²K
  • Fenster U-Wert kleiner 0,8 W/m²K
  • Energie-Kennwert für die Heizung unter 15 kWh/m²a

Außerdem mußten KfW-40-Häuser, die also den Passivhausstandard erfüllten, eine hohe Dichtigkeit aufweisen. Das heisst, die Luftwechselrate muss unter 0,6 pro Stunde liegen. Weitere Vorschriften bezüglich Heizung, solarer Wärmegewinne, die in den Förderbedingungen der KfW detailliert aufgelistet war, kamen noch hinzu.

Primärenergiebedarf ehemaliger KfW-Häuser

Als Primärenergiebedarf bezeichnete man den Energiebedarf an nicht erneuerbaren Energieformen wie z.B. Heizöl oder Erdgas. Alle anderen Energieformen wie elektrischer Strom werden darauf zurückgerechnet. Neben den Verbrauchswerten von Erdgas oder Holz fließt bei der Berechnung der Primärenergie auch der Bedarf an elektrischer Energie zum Betrieb der Heizungsanlage (Lüftung, Pumpen) ein. So weit so gut. Doch wie sieht es mit dem tatsächlichen Heizenergiebedarf eines Hauses aus?

Heizen mit regenerativer Energie

Heizt nun die Baufamilie mit regenerativen (erneuerbaren) Energien z.B. mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz, hat sie erst mal einen niedrigen Primärenergiebedarf. Im Hinblick auf den tatsächlichen Heizenergiebedarf muss aber Energie auch bezahlt werden. Und die Energiekosten sind bei schlechter Dämmung eines Hauses besonders hoch.

Was nützt also ein niedriger Primärenergiebedarf wenn der tatsächliche Heizenergiebedarf jedoch recht hoch ist, weil das Haus wenig bis schlecht gedämmt ist (Wände, Fenster)? Der Heizenergiebedarf ist somit viel aussagekräftiger. Die heutigen Holzhäuser und Holzfertighäuser sind hoch wärmegedämmt und sind in Verbindung mit erneuerbaren Energien (z.B. Photovoltaik-Anlage, Solaranlage, Wärmepumpe) wahre Energiekraftwerke, die Eigenstrom produzieren.