Hinweis:
Abbildungen können Sonderausstattung enthalten.
| Anbieter | GLS Bank eG |
Besonderheiten
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Die Woodscraper werden mit vorgefertigten Massivholz-Elementen errichtet. Für Wände und Decken kommt Brettsperrholz zum Einsatz, während der Gebäudekern einschließlich des Treppenhauses in Beton ausgeführt wird.
Der hohe Vorfertigungsgrad soll Bau- und Montageabläufe beschleunigen. Die Konstruktion ist zugleich auf spätere Veränderungen der Nutzung ausgerichtet: Grundrisse können angepasst und Bauteile bei Um- oder Rückbau getrennt und teilweise wiederverwendet werden.
Das Gebäudekonzept orientiert sich an Prinzipien des zirkulären Bauens. Holzverbindungen werden so ausgeführt, dass sie bei einem späteren Um- oder Rückbau demontiert werden können. Dadurch sollen Bauteile möglichst sortenrein getrennt und für eine weitere Nutzung verfügbar gemacht werden.
Für die Gebäude werden überwiegend Holz und weitere nachwachsende Materialien eingesetzt. Eine wissenschaftliche Begleitung untersucht die Konstruktion und die Möglichkeiten der Wiederverwendung von Bauteilen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft.
Partner und Partner Architekten setzen beim Woodscraper auf vorelementierte Bauteile und serielle Bauabläufe. Die Vorfertigung ermöglicht eine weitgehend witterungsunabhängige Montage und soll Bauzeiten sowie Abläufe auf der Baustelle besser planbar machen.
Die flexible Tragstruktur ist darauf ausgelegt, Veränderungen der Grundrisse und spätere Umnutzungen zu ermöglichen.
Für die Energieversorgung der Woodscraper sind unter anderem Geothermie beziehungsweise Wärmepumpentechnik vorgesehen. Das Projekt wird nach dem energetischen Standard NH40 geplant.
Neben den Wohnungen sind gemeinschaftlich nutzbare Bereiche vorgesehen. Dazu gehören eine Dachterrasse, Außenflächen sowie ein Café im Erdgeschoss eines der Gebäude.
Die Woodscraper sind ein Immobilienprojekt der GLS Bank. Für die Realisierung wurde die GLS Woodscraper GmbH & Co. KG gegründet. Zu den weiteren Projektbeteiligten gehören Partner und Partner Architekten sowie die Unternehmensgruppe Krebs.
Als Finanzierungspartner des Projekts nennt die GLS Bank die NBank und die DZ HYP.
Das Projekt verbindet damit mehrgeschossigen Holzbau, serielle Vorfertigung, geförderten Wohnungsbau und konstruktive Ansätze für die spätere Demontage und Wiederverwendung von Bauteilen.
Daten zu den Woodscrapern | |
| Auftraggeberin: | GLS Woodscraper GmbH & Co. KG, Bochum |
| Planung / Entwicklung: | Partner und Partner Architekten, Berlin |
| Projektentwicklung: | Unternehmensgruppe Krebs GmbH & Co KG, Berlin |
| Projektsteuerung: | KVL Bauconsult GmbH, Berlin |
| Tragwerksplanung | merz kley partner GmbH, Dornbirn/Österreich |
| Energiekonzept / Bauphysik | ee concept GmbH, Berlin |
| TGA Planung: | IFB Ingenieure GmbH, Bad Teinach-Zavelstein |
| Landschaftsparchitektur | Treibhaus Landschaftsarchitektur, Berlin |
Die GLS Bank ist eine 1974 gegründete sozial-ökologische Genossenschaftsbank mit Sitz in Bochum. Im Bereich Baufinanzierung begleitet sie private Bauherren beim Neubau und Kauf von Wohnimmobilien sowie bei Modernisierung und energetischer Sanierung. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Bauvorhaben mit Holz, energieeffiziente Gebäude und Immobilien, die nach sozialen und ökologischen Kriterien bewertet werden.
Die GLS Bank bietet Baufinanzierungen ab einer Finanzierungssumme von 50.000 Euro an. KfW-Darlehen können in die Finanzierung einbezogen werden. Für längere Laufzeiten arbeitet die GLS Bank mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall zusammen.
Zum AnbieterDas Woodscraper-Konzept wurde nach Prinzipien des zirkulären Bauens entwickelt und im Rahmen eines Forschungsprojekts von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt. Im Mittelpunkt stehen die spätere Umnutzbarkeit der Gebäude, demontierbare Verbindungen sowie die Trennung und Wiederverwendung von Bauteilen und Baustoffen.
Bei den beiden zwölfgeschossigen Woodscrapern in Wolfsburg kommen überwiegend nachwachsende Rohstoffe wie Holz und Stroh zum Einsatz. Die Holzkonstruktion ist so konzipiert, dass Bauteile bei einem späteren Um- oder Rückbau möglichst zerstörungsfrei demontiert und wiederverwendet beziehungsweise sortenrein getrennt werden können.
Für wesentliche Wand- und Deckenelemente werden vorgefertigte Massivholzbauteile eingesetzt. Die Erschließungskerne mit Treppenhäusern und weiteren Bauteilen werden in Beton ausgeführt. Die flexible Gebäudestruktur ermöglicht zudem Anpassungen der Grundrisse bei veränderten Nutzungsanforderungen.
Das Woodscraper-Konzept wurde bereits vor der baulichen Umsetzung ausgezeichnet: Es erhielt den Bundespreis Ecodesign 2019 und den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2021.