4 Schritte zum Holzhaus

Solaranlagen

Strom und Wärme aus Sonnenenergie

Immer mehr Hausbesitzer produzieren mit Photovoltaik-Modulen und Sonnenkollektoren Strom und Wärme selbst. Ein wichtiger Grund hierfür ist die seit Anfang 2004 geltende Einspeisevergütung, die die Installation von Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung attraktiv macht.

Nicht nur die Solarbranche profitiert davon, sondern auch der Markt für thermische Anlagen, die das Wasser erwärmen und die Heizungsanlage durch entsprechende Solartechnik unterstützen. Kein Wunder, dass die derzeit hohen Weltmarktpreise für Öl und Erdgas den Vorschub für regenerative Energiequellen leisten. Außerdem unterstützt der Staat die Anschaffung von Solaranlagen mit einer Solarförderung

Kinskofer-Nullheizenergie-Sonnenhaus
Kinskofer-Nullheizenergie-Sonnenhaus

Förderung Solaranlage

Bonusförderung für heizungsunterstüzende Solarthermieanlage

Wer ein neues Haus baut oder seine Heizung modernisiert, kann beim

  • zur Heizungsunterstützung
  • zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizung
  • zur Warmwasserbereitung (nur bei Innovationsförderung)
  • für Prozesswärme (in Gewerben)
  • zur solaren Kälteerzeugung
  • Solarwärme, die in ein Wärmenetz einfließt

 

FÖRDERBETRÄGE

Nur Warmwasser:

  • 3 bis 10 m²: 500 Euro
  • 11 bis 40 m²: 50 Euro pro m²

Kombinierte Warmwasser -und Heizungsunterstützung, Wärmenetzzufürung:

  • bis 14 m²: 2.000 Euro
  • 15 bis 40 m²: 140 Euro pro m²

Erweiterung einer bestehenden Solarwärmeanlage:

  • 50 Euro pro m²

 

BONUSFÖRDERUNG

  • seit 1.1.2016 im Rahmen des Anreizprogrammes Energieeffizienz (APEE): Zusatzbonus von 20 Prozent der über das Marktanreizprogramm ausgezahlten Zuschüsse für eine heizungsunterstützende Solarthermieanlage
  • seit 1.1.2016 im Rahmen des Anreizprogrammes Energieeffizienz (APEE): pauschaler Investitionszuschuss (auch im Fall der solaren Nachrüstung) von 600 Euro für Optimierungsmaßnahmen
  • Kesselaustauschbonus: 500 Euro
  • Kombinationsbonus: 500 Euro (in Verbindung mit einer Biomasseanlage oder Wärmepumpe)
  • Effizienzbonus: Basisförderung x 1,5 (auf die Basisförderung gibt es nochmal die Hälfte des Förderbetrags obendrauf)
  • Optimierungsmaßnahmen: 10 % der Nettoinvestitionskosten (max. 200 Euro)

 

INNOVATIONSFÖRDERUNG

  • Warmwasserbereitung: 100 Euro pro m² (Gebäudebestand) / 75 Euro pro m² (Neubau)
  • Kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung: 200 Euro pro m² (Gebäudebestand) / 150 Euro pro m² (Neubau)
  • Solare Kälte: Jährlicher Energieertrag x 0,45 Euro x Anzahl der Kollektoren

 

 

Berechnung und Größe der Solaranlagen

Installieren lässt sich ein Sonnenkraftwerk auf fast jedes Hausdach. Ideal ist eine direkte Südausrichtung bei einem Neigungswinkel von 45 Grad. Aber auch bei einer Ausrichtung nach Südosten oder Südwesten ergeben sich ausreichende Wirkungsgrade für die Solarenergie. Nach Ost- oder Westausrichtung kann es bis zu 20/25 % weniger Sonnenenergie geben. Der Solarertrag hängt von dem Wirkungsgrad der Solarmodule, der Sonneneinstrahlung, der Neigung und Himmelsrichtung der Module zur Sonne, der Verschattung, dem Wechselrichter und natürlich der Qualität der Module ab. Leistungsfähige Solartechnik hilft bei der Warmwassererwärmung und bei der Stromerzeugung. Ganz nach dem Motto von Dr. Franz Alt: " ... die Sonne schickt uns keine Rechnung..!"

Solarkollektoren und Solarheizung

Ist keine geeignete Dachfläche vorhanden, können Sonnenkollektoren und Solarmodule auch fachgerecht an der Fassade angebracht werden. Gerade in den Wintermonaten, wenn die Sonne tiefer steht, ist die solare Ausbeute der Sonnenkollektoren an der senkrechten Hausfassade sehr günstig.

Bei thermischen Anlagen ist es wichtig, die Größe der Anlage auf den Wärmebedarf abzustimmen. Zur Warmwasserversorgung reichen für einen Vier-Personen-Haushalt 5 m² mit Flach- und 3m² mit Vakuumröhrenkollektoren. Soll zusätzlich die Heizung unterstützt werden, ist etwa die dreifache Fläche erforderlich.

Bei Photovoltaik-Anlagen sollte die Dachfläche voll genutzt werden, da überschüssiger Strom vergütet wird. Als Faustformel gilt hier: 10 m² produzieren 800-900 kWh Strom pro Jahr. Ansprechpartner für die Planung und Installation von Solaranlagen und Solarheizung sind spezialisierte Betriebe sowie die Sanitär- und Heizungsbranche.