Wohngesundheit in Holzhäusern beruhigt unser Herz

Nicht nur Allergiker atmen auf: Warum das Leben in einem Holzhaus so gut tut und was der alte Spötter Mark Twain dazu sagt. Hätten Sie das gedacht? 90 Prozent ihrer Lebenszeit verbringen Mitteleuropäer in Innenräumen, einen großen Teil davon in den eigenen vier Wänden. Umso wichtiger ist es dann natürlich, dass man sich dort nicht nur rundum wohl und geborgen fühlt, sondern dass man auch gesund bleibt und – noch besser – gesund wird.

Ökologisches und wohngesundes Bauen mit Holz.

Was versteht man unter "Wohngesundheit"?

Das Sentinel-Haus-Institut, ein Fachplanungsbüro für Innenraumhygiene aus Freiburg, definiert Wohngesundheit als einen “Gebäudezustand, der durch Minimierung von gesundheitsschädlichen Einflüssen für die Gesundheit optimale Bedingungen schafft und damit beitragen kann, die Gesundheit möglichst zu erhalten, Menschen mit besonderen Sensitivitäten gegenüber Umwelteinflüssen sogar eine Reduzierung ihrer Befindlichkeiten zu bieten und im Individualfall durch positive Effekte wie Licht und Farbe das Wohlbefinden sogar zu steigern“. Legt man diese Definition zugrunde, steht das Holzhaus mit seinen vielen Vorzügen beim Thema Wohngesundheit besonders gut da.

Ökologisch oder wohngesund Bauen?

Wohngesundes Bauen und ökologisches Bauen ist das eigentlich das gleiche? Nicht ganz, denn es gibt Unterschiede. Doch was bedeuten die jeweiligen Begriffe?

Öklogisches Bauen bedeutet:

  • Durch die Wahl der Baustoffe werden Ressourcen geschont (z.B. Holz anstatt Beton)
  • Die Verwendung von Öko-Baustoffe, die weniger Chemikalien enthalten als konventionelle Baustoffe

Wohngesundes Bauen bedeutet:

  • Emissionsarme Baustoffe verwenden
  • Nur mit Produkten ohne Schadstoffe zu bauen
  • Durch richtiges Lüften dem Schimmel vorbeugen
  • Dem Elektrosmog vorbeugen

Mehr zum ökologischen Bauen

Allergiker schätzen ein gutes Raumklima

Für Allergiker ist ein Holzhaus die beste Wahl, denn: Gutes Raumklima schont die Atemwege. Gerade Hausstaub-Allergiker wissen deshalb das Wohnen in Holzhäusern zu schätzen. Zum einen enthält Holz von Natur aus schon mal keine Allergien auslösenden oder gesundheitsschädlichen Stoffe. Zum anderen entzieht Holz der Hausstaubmilbe ihre Lebensgrundlage: die Feuchtigkeit. Denn Feuchtigkeit produzieren wir ständig selbst: Wir atmen und schwitzen, wir duschen und waschen uns, wir kochen, wir haben Zimmerpflanzen – all das produziert ständig Feuchtigkeit. Allerdings liegt die ideale Luftfeuchtigkeit eines Hauses zwischen 50 und 60 Prozent, alles darüber oder darunter schadet der Gesundheit.

Holz nimmt Feuchtigkeit besonders gut auf und gibt den gespeicherten Wasserdampf bei Trockenheit wieder ab. Denn Holz ist diffussionsoffen, das heißt, es ist durchlässig für Wasserdampf und reguliert so durch langsamen, aber stetigen Luftaustausch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen auf natürliche Weise. Überschüssige Feuchtigkeit wird also vom Holz aufgenommen und nach außen abtransportiert. In einem Holzhaus ist die Luft also weder zu feucht noch zu trocken. Das entlastet die Atemwege, ist eine Wohltat für Augen und Haut. Menschen mit Asthma und Kleinkindern tut ein solches Raumklima besonders gut.

Richtiges Lüften vorausgesetzt haben in einer solchen Umgebung die gefürchteten, weil krankmachenden und die Atemwege angreifenden Schimmelpilze keine Chance. Von den glatten, feinporigen Holzoberflächen lassen sich lassen sich Staub und Milben, Pollen und Tierhaare leicht entfernen und fernhalten, was für ein Raumklima sorgt, in dem nicht nur Allergiker befreit atmen können.

Holz schirmt erfolgreich den Elektrosmog ab

Von Magnetfeldern sind wir ständig umgeben, denn unsere Erde ist ein natürliches, statisches Magnetfeld. Daneben gibt es aber auch künstlich erzeugte, hochfrequente elektromagnetische Felder, ausgelöst durch Mobilfunk, W-LAN oder Radio. Ob Handy, Tablet, Computer - von diesen und anderen elektrischen Geräten gehen ständig elektromagnetische Strahlen aus und verursachen den sogenannten Elektrosmog. Für sensible Menschen können diese Strahlungen gesundheitsschädlich sein. Sie leiden seelisch und körperlich, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder Übelkeit bis hin zu Herzrhythmusstörungen sind die Folge. Die Weltgesundheitsorganisation hat im Jahr 2006 das Krankheitsbild „Elektrosensibilität“ sogar anerkannt und in die internationale Klassifikation für Krankheiten aufgenommen. Die beste Medizin dagegen ist, sich vor der Strahlung zu schützen. In einem Holzhaus funktioniert das optimal, denn Holz leitet keine elektromagnetischen Strahlen.

Keinerlei schädliche Ausdünstungen im Holzhaus

Massives Holz setzt praktisch keine Luftschadstoffe frei. Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, schließt unangenehme oder schädliche Ausdünstungen von vorneherein aus. Einem gesunden Wohnklima steht damit nichts im Weg, aber auch die Umwelt profitiert, weil keine giftigen Stoffe in Böden und Grundwasser gelangen.

Holz wirkt antibakteriell

Haben Sie auch schon mal gerätselt was wohl hygienischer ist: Ein Holzschneidebrett in der Küche oder eines aus Plastik? Haben Sie auch eher auf Plastik getippt? Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Braunschweig wollte es genau wissen und hat verschiedene Holzarten auf ihre antibakterielle Wirkung untersucht. Das Ergebnis: Holz ist das hygienischere Material, weil es antibakteriell wirkt und zwar sowohl an der Oberfläche als auch im Innern. Untersucht wurden die Hölzer von Kiefer, Fichte, Lärche, Ahorn, Buche, Eiche und Pappel. Die antibakterielle Wirkung kommt zum einen dadurch zustande, dass Holz Feuchtigkeit aufnimmt; darüber hinaus tragen aber auch Tannine oder Polyphenole zur keimabtötenden Wirkung bei. Ganz besonders ausgeprägt ist dies Studien zufolge bei Kiefernkernholz sowie in etwas geringerem Umfang auch bei Eiche und Lärche.

Holz und Herz schont unsere Gesundheit

Wohnen in und mit Holz beruhigt das Herz! Das hat der Physiologe und Forscher Maximilian Moser von der Universität Graz sogar in einer Studie "SOS - Schule ohne Stress" nachgewiesen. Er fand heraus, dass Schüler in Klassenzimmern, die mit viel Massivholz ausgestattet sind, wesentlich entspannter und weniger aggressiv waren als Schüler in Klassenzimmern ohne Holz. Die Schüler in den „Vollholzklassen“ sparten so pro Schultag 8600 Herzschläge. Bei dem Versuch waren die Holzarten Eiche, Tanne, Fichte sowie Buche und Zirbe im Einsatz. Quelle: SOS – Schule ohne Stress“, Maximilian Moser, HUMAN RESEARCH Institut für Gesundheitstechnologie und Präventionsforschung, Weiz & arte.med, Klagenfurt, 2009

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