Pionierschritt im Holzbau: DERIX lässt CO2 in Holzbauteilen zertifizieren und handeln

Die DERIX-Gruppe setzt ein neues Zeichen im klimafreundlichen Bauen: Als erstes Unternehmen der Holzbaubranche lässt DERIX die in seinen Holzbauteilen gespeicherten CO2-Mengen zertifizieren und steigt in den Emissionshandel ein. Damit wird der Klimaschutzeffekt des Baustoffs Holz erstmals direkt in einen ökonomischen Vorteil übersetzt.

Vom Holzbau-Vorreiter zum Akteur im Emissionshandel

Unternehmen produziert hochwertige Holztragwerke und hat früh erkannt, dass Bauweisen der Zukunft ressourcenschonend, zirkulär und klimafreundlich sein müssen.

Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem:

  • klimaneutrale Unternehmensbilanz seit 2023
  • Einsatz biobasierter Klebstoffe
  • eine allgemeine Rücknahmeverpflichtung für gebrauchte DERIX-Holzbauteile zur zirkulären Weiternutzung

Mit dem Einstieg in den CO2-Handel geht DERIX nun den nächsten großen Schritt: Die in den Holzbauteilen dauerhaft gebundenen CO2-Mengen werden über Zertifikate bilanziert und handelbar gemacht.

CO2-Zertifikate: Wie Holzbau zum „Carbon Removal“ wird

CO2-Zertifikate (Carbon Credits) sind handelbare Einheiten, die zur Kompensation von Treibhausgasemissionen genutzt werden. Ziel ist es, Unternehmen finanzielle Anreize für Emissionsreduktionen zu geben:

  • Wer wenig emittiert, muss weniger zahlen.
  • Wer Emissionen einspart oder CO2 der Atmosphäre entzieht, kann daraus Zertifikate generieren und verkaufen.

Im Holzbau kommt ein besonderer Effekt hinzu: In Baukonstruktionen aus Holz wird CO2 langfristig gespeichert. Werden diese Mengen zertifiziert, entstehen sogenannte Carbon Removal Credits – also Gutschriften für der Atmosphäre entzogenes CO2. Genau hier setzt DERIX an und macht die Speicherleistung seiner Holzbauteile wirtschaftlich nutzbar.

Signal für die gesamte Holzbaubranche

Mit dem Schritt in den Emissionshandel zeigt DERIX, welches zusätzliche Potenzial im Baustoff Holz steckt. Die bekannten ökologischen Vorteile werden um einen klaren betriebswirtschaftlichen Nutzen ergänzt:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Holz gegenüber konventionellen Baustoffen
  • Monetarisierung des Klimaschutzeffekts von Holztragwerken
  • Neue Geschäftsmodelle rund um CO2-Speicherung und Rücknahme von Bauteilen

Damit setzt DERIX ein deutliches Signal: Nachhaltigkeit im Bauwesen ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern kann sich auch finanziell auszahlen.

„Die DERIX-Gruppe begrüßt die Einführung des CO2-Emissionshandels, denn hierdurch wird der Appell an Unternehmen, ihre Produktion klimafreundlich und zirkulär zu gestalten, durch wirtschaftliche Anreize unterstützt“, erklärt Markus Steppler, Geschäftsführer der DERIX-Gruppe. „Und das ist dringend nötig, wenn wir unsere Klimaschutzziele in Europa erreichen wollen."

Einordnung: Emissionshandel heute und morgen

Der europäische Emissionshandel ist für viele Unternehmen noch freiwillig, doch die Regulatorik wird schrittweise verschärft:

  • Energieintensive Industrien müssen bereits heute Emissionsobergrenzen einhalten und bei Überschreitung EU-CO2-Zertifikate zukaufen.
  • Ab 2027 soll der Emissionshandel auf die Bereiche Gebäude und Straßenverkehr ausgeweitet werden.
  • Aktuell können in diesem verpflichtenden System ausschließlich EU-Zertifikate gehandelt werden; für 2026 wird jedoch ein Konzept zur Einbeziehung von Carbon Removal Credits erwartet.

Damit ist absehbar: Nutzung und Wert von CO2-Zertifikaten werden weiter steigen. Unternehmen, die wie DERIX früh Erfahrungen mit Zertifizierung und Handel sammeln, können sich strategische Vorteile sichern.

DERIX-Gruppe: Profil eines Holzbau-Pioniers

Die DERIX-Gruppe zählt zu den führenden Herstellern im Ingenieurholzbau. Das Leistungsspektrum umfasst:

  • komplexe Hallentragwerke aus Brettschichtholz
  • tragende Bauelemente aus X-LAM (Brettsperrholz) für Dach, Decke und Wand
  • dreidimensionale Raummodule aus X-LAM

Zahlreiche realisierte Leuchtturmprojekte in Holz- und Holzhybridbauweise unterstreichen die Kompetenz von DERIX und sind in der Online-Präsentation auf Holzbauwelt.de dokumentiert.

Das Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeitende an drei Produktionsstandorten in Deutschland (Niederkrüchten, Westerkappeln, Grevenbroich) sowie in drei weiteren Verkaufsniederlassungen (Hamburg, Hermeskeil und Lierderholthuis in den Niederlanden).

Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie stehen Nachhaltigkeit und Zirkularität. Mit klimaneutraler Produktion, biobasiertem Klebstoff, Rücknahmegarantien für Holzbauteile – und nun als erstes Holzbauunternehmen im Emissionshandel – baut DERIX seine Rolle als Branchenvorreiter konsequent weiter aus.


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