Hinweis:
Abbildungen können Sonderausstattung enthalten.
| Anbieter | DeO Deimel Oelschläger Architekten GmbH |
| Gebäudetyp | Mehrgeschossiger Wohnungsbau |
| Förderung | Effizienzhaus 40 |
| Energiestandard | Effizienzhaus, Niedrigstenergiehaus, Nullenergiehaus |
Besonderheiten
|
|
Das Quartier verbindet Wohnungsbau mit gemeinschaftlichen und sozialen Nutzungen. Neben Eigentums- und Mietwohnungen gehören Clusterwohnungen, betreutes Wohnen sowie Wohnangebote für Senioren, Pflegewohngemeinschaften, Jugendhilfe und Geflüchtete zum Konzept.
Ergänzt werden die Wohnangebote durch Gemeinschaftsräume und Einrichtungen wie Schwimmbad, Physiotherapiepraxis, Kita, Werkstatt und Ausbildungsrestaurant. Zwei Höfe mit Sitz- und Spielflächen schaffen zusätzliche Begegnungsbereiche innerhalb des Quartiers.
Die fünf Gebäude gruppieren sich auf einer ehemaligen Erweiterungsfläche des jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee. Das Quartier wurde als gemeinschaftlich orientiertes Stadtmodell entwickelt, das unterschiedliche Wohnformen und öffentliche beziehungsweise gemeinschaftliche Angebote miteinander verbindet.
Die Planung basiert auf drei standardisierten Gebäudetypen. Eine einheitliche Tragstruktur mit Stützensystem und Massivdecken sowie flexible Leichtbauwände ermöglichen unterschiedliche Wohnungs- und Nutzungsformen und erleichtern spätere Anpassungen.
| Bauherr: | UTB Construction & Development GmbH, Baugenossenschaft "BeGeno 16" |
| Fertigstellung: | 2020 |
| BGF: | ca. 15.600 m2 |
| NFL: | ca. 12.400 m2 |
| Wfl: | ca. 11.300 m2 |
| LP: | 1-5 |
| Förderung: | KfW 40 |
Die Projekte von DeO Deimel Oelschläger Architekten GmbH verbinden anspruchsvolle Architektur mit Holzbau, materialgerechten Konstruktionen und konkreten Energiekonzepten – vom Passivhaus über Effizienzhaus-Standards bis zum Plusenergiehaus.
Zum AnbieterDie Gebäudehüllen wurden im KfW-40-Standard ausgeführt. Zum Einsatz kommen Holzkonstruktionen, Fassadenelemente in Holztafelbauweise mit Zellulosedämmung sowie eine semizentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Nach Angaben von Deimel Oelschläger liegt der Primärenergiebedarf bei 29 kWh/(m²a), der Heizwärmebedarf bei 40 kWh/(m²a). Die Gebäude sind an das örtliche Fernwärmenetz angeschlossen. Die Nachheizung erfolgt über Flachheizkörper beziehungsweise Unterflurkonvektoren.
Durch die Standardisierung von Gebäudetypen, Stützenrastern und Fassadenelementen konnten Planung, Fertigung und Montage auf wiederkehrende Bauteile und Abläufe abgestimmt werden. Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglichte es, große Teile der Gebäudehülle bereits im Werk vorzubereiten und anschließend auf der Baustelle zu montieren.
Die Kombination aus Holzbau, standardisierten Gebäudetypen und hohem Vorfertigungsgrad bildet damit eine wesentliche konstruktive Grundlage des Quartiers WIR in Berlin-Weißensee.