4 Schritte zum Holzhaus

Förderung KfW-55 EffizienzHaus

Förderung für Bau oder Ersterwerb eines neuen KfW-Effizienzhauses

Die KfW fördert Holzhäuser. Energiesparhaus und Holzhaus bauen mit einem KfW-55 EffizienzHaus. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst das energiesparende Bauen.

Das Effizienzhaus ist ein von der KfW festgelegter technischer Standard. Unterschieden werden bei der Förderung die folgenden Energieklassen: KfW-40 Plus EffizienzHaus, 40, 55 oder eines vergleichbaren Passivhauses.

Die unterschiedlichen Zahlenwerte hinter Bezeichnung Effizienzhaus geben an, wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf der Immobilie im Verhältnis zu einem vergleichbaren Neubau ist. Je niedriger die Zahl, desto größer ist die Energieeffizienz im Energiesparhaus. 

KfW-55 Förderung durch die KfW-Bank
KfW-55 Förderung durch die KfW-Bank

KfW-55 EffizienzHaus im Vergleich zu Passivhaus

Definition vergleichbares Passivhaus: Passivhäuser sind Gebäude, die Dank ihrer kompakten, stark wärmegedämmten Bauweise keine Heizung mehr benötigen. Der Begriff Passivhaus ist nicht geschützt. Er wird vielmehr als Verbrauchsstandard definiert.

Die wichtigsten Merkmale eines Passivhauses sind:

  •  ausgezeichneter Wärmeschutz
  •  kein konventionelles Heizsystem
  •  dreifache Wärmeschutzverglasung mit gedämmten Fensterrahmen
  •  Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung

Förderung und Neubau eines KfW-55 EffizienzHaus

Mit der Förderung für energieeffizientes Bauen erfüllen sich Bauherren den Traum von den eigenen vier Wänden. Egal ob Erwerb einer derartigen Immobilie oder Neubau eines Energiesparhauses.

Wer beim Neubau den Standard eines Effizienzhauses oder eines vergleichbaren Passivhauses erreicht, erhält eine attraktive Förderung von der KfW. Diese besteht aus dem Förderkredit Energieeffizient Bauen (153) zu besonders günstigen Konditionen sowie – bei Erreichen des Effizienzhaus Standard 40 und 55 – aus einem Tilgungszuschuss.

Je energieeffizienter die Immobilie dabei ist, desto höher ist der Tilgungszuschuss. Und das Beste: Von einer energieeffizienten Immobilie können Sie langfristig profitieren, denn Sie sparen Jahr für Jahr Energiekosten.

Die attraktiven Konditionen für den Erwerb bzw. Neubau eines KfW-55 EffizienzHaus lauten:

  •  ab 0,75 % effektiver Jahreszins
  •  für alle, die ein neues KfW-Effizienzhaus bauen oder kaufen
  •  50.000 Euro für jede Wohneinheit
  •  Geld sparen - weniger zurückzahlen: bis 5.000 Euro Tilgungszuschuss
  •  flexibel kombinierbar mit anderen Fördermitteln

Anforderungen und Kritieren für ein KfW-55 EffizienzHaus

Die Anforderungen an ein KfW-55 EffizienzHaus werden erfüllt, wenn die nachfolgend genannten baulichen und anlagentechnischen Anforderungen (Referenzwerte) umgesetzt werden. In diesem Fall ist ein rechnerischer Nachweis für das KfW-55 EffizienzHaus nicht erforderlich.

1.) Folgende Anforderungen an die jeweiligen einzelnen Bauteile der thermischen Gebäudehülle müssen eingehalten werden. Die Anforderungen an die Ausführung von Wärmebrücken sowie an die Luftdichtheit der Gebäudehülle müssen eingehalten werden.

Anforderungen und Kritieren für ein KfW-55 EffizienzHaus
Dachflächen, oberste Geschossdecke, Dachgauben U ≥ 0,14 W/(m²·K)
Fenster und sonstige transparente Bauteile Uw ≥ 0,90 W/(m²·K)
Außenwände, Geschossdecken nach unten gegen Außenluft U ≥ 0,20 W/(m²·K)
Sonstige opake Bauteile (Kellerdecken, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen, Wand- und Bodenflächen gegen Erdreich etc.) U ≥ 0,25 W/(m²·K)
Türen (Keller- und Außentüren) UD ≥ 1,2 W/(m²·K)
Vermeidung von Wärmebrücken ΔUWB ≥ 0,035 W/(m²·K)
Luftdichtheit der Gebäudehülle n50 ≥ 1,5 h-1

2.) Für die Anlagentechnik ist eines der 6 nachfolgenden Anlagenkonzepte umzusetzen. Der Aufstellungsort des Wärmeerzeugers bzw. der Wärmeübergabestation muss innerhalb der thermischen Gebäudehülle liegen und es muss eine zentrale Trinkwarmwasser-Bereitung vorhanden sein. Eine Trinkwarmwasserzirkulation ist zulässig.

  1. Brennwertkessel, solare Trinkwarmwasser-Bereitung (Standardwerte nach DIN V 4701-10), zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad > 80 %)
  2. Fernwärme mit zertifiziertem Primärenergiefaktor fp = 0,7, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad > 80 %)
  3. Zentrale Biomasse-Heizungsanlage auf Basis von Holzpellets, Hackschnitzel oder Scheitholz, zentrale Abluftanlage
  4. Sole-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Abluftanlage
  5. Wasser-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Abluftanlage
  6. Luft-Wasser Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmebereitstellungsgrad > 80 %)

Eine zentrale Abluftanlage kann durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ersetzt werden. Darüber hinausgehende Abweichungen von den genannten Anforderungen an die Bauteile und den aufgeführten Anlagenkonzepten sind für dieses Nachweisverfahren nicht zulässig.

Weitere Wärmeerzeuger für Heizung oder Trinkwarmwasser sind nicht zulässig, auch nicht als ergänzender Wärmeerzeuger. Soweit sinnvoll können die Konzepte um solarthermische Anlagen (Heizungsunterstützung, Trinkwarmwasserbereitung) oder Photovoltaik-Anlagen ergänzt werden. 

Kostengünstig Bauen mit KfW-55

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