4 Schritte zum Holzhaus

Förderung KfW-Effizienzhaus 70 (KfW 70)

Förderung für Bau oder Ersterwerb eines neuen KfW-Effizienzhauses

KfW-Effizienzhaus, Passivhaus oder Niedrigenergiehaus sind im Gegensatz zur Bezeichnung Energiesparhaus klar definierte Standards. Der Begriff Energiesparhaus lässt somit keine Rückschlüsse auf einen bestimmten Standard im Energieverbrauch zu.

Das „Effizienzhaus“ wird von der „Deutschen Energie-Agentur“ (dena) unabhängig zertifiziert und die KfW- Förderbank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert den standardisierten geringen Energieverbrauch eines Effizienzhauses durch zinsverbilligte Kredite. Beim KfW-Effizienzhaus gibt es für den Heizwärmebedarf und für den Primärenergiebedarf festgesetzte Werte, die nicht überschritten werden dürfen.

Jedes neu gebaute Haus muss in Deutschland mittlerweile bestimmte Baustandards erfüllen und den Mindeststandard der Energie-Einsparverordnung (EnEV) genügen. Die aktuelle Fassung der EnEV von 2009 gibt bereits eine gute Qualität für Gebäudehülle, Dämmung und Haustechnik vor. Zusätzlich verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) beim Neubau eines Hauses, ob Holzhaus, Blockhaus oder Fertighaus, bei der Wärmeerzeugung zum Einsatz regenerativer Energien, z.B. durch eine Solaranlage bei der Warmwasserbereitung. 

Hausstandard nach EnEV

Die EnEV ist die gesetzliche Richtlinie für alle Neubauten in Deutschland. Das EnEV-Haus ist daher immer mit dem aktuellen Mindeststandard gebaut, nicht mehr und nicht weniger. Ab 2016 ist das KfW-Effizienzhaus 70 das neue standardmäßige EnEV-Haus und wird nicht mehr von der KfW gefördert. Dabei übernimmt die EnEV die Anforderungen der aktuellen europäischen Gebäuderichtlinie die sukzessiv den Energiestandard anhebt, mit dem Ziel im Jahr 2021 nur noch sogenannte „Niedrigstenergiehäuser“ zu bauen.

KfW-Förderung
KfW-Förderung

KfW 70 Haus - Jahresprimärenergiebedarf

Jeder Neubau erhält einen Energieausweis über den gebauten Energiestandard. Fertighausanbieter oder Holzfertigbau-Unternehmen, die Häuser als Effizienzhaus bauen und somit einen bestimmten Energie-Standard ausweisen, müssen den dena-Prüfprozess durchlaufen.

Aus dem Energieausweis lassen sich Energiebedarfswerte ablesen und mit anderen Häusern vergleichen. Wie viel Energie die Bewohner jedoch z.B. beim KfW Effizienzhaus 70 tatsächlich verbrauchen, hängt stark vom Nutzerverhalten ab und lässt sich nicht im voraus bestimmen.

Der von der „dena“ (deutsche Energie-Agentur) gesetzte Qualitäts-Standard „Energieeffizienzhaus“ mit entsprechendem Gütesiegel, erhalten Häuser (Holzfertighäuser), die besonders sparsam sind und nur wenig Energie für Heizung und Warmwasser benötigen.

Jahresprimärenergiebedarf beim Effizienzhaus

Energieausweis dokumentiert den Energiebedarf des Hauses

Der Jahresprimärenergiebedarf im Energieausweis eines Effizienzhauses zeigt, wie viel Energie durchschnittlich im Verlauf eines Jahres für Heizen, Lüften, und Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Transmissionswärmeverlust belegt die Qualität der thermischen Gebäudehülle und zwar die Dämmung von Dach, Wand, Fenster und Boden.

Ausgehend von der bestehenden Energie-Einsparverordnung 2009 darf das heutige KfW Effizienzhaus 70 höchstens 70 Prozent des Jahresprimärenergiebedarfs für das von der „dena“ errechnete Referenzgebäude ausweisen. Der Transmissionswärmeverlust muss beim Effizienzhaus 70 mindestens 15 Prozent unterhalb des Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes liegen.

Das Effizienzhaus 55 darf höchstens 55 Prozent des Jahresprimärenergiebedarfs eines entsprechenden Referenzgebäudes nach der EnEV 2009 ausweisen. Der Transmissionswärmeverlust muss beim KfW Effizienzhaus 55 dann sogar 30 Prozent unterhalb des Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes liegen.

EnEV 2012 - Passivhaus / Nullenergiehaus / Plusenergiehaus

Geplant ist für 2012 eine neue Fassung der EnEV, da die Bundesregierung die europäische Richtlinie für energieeffiziente Gebäude von 2010 in nationales Recht umsetzen muss. Die europäische Richtlinie sieht vor, dass ab 2020 nur noch Passivgebäude und Nullenergiegebäude, also klimaneutrale Häuser gebaut werden dürfen, Häuser die so viel Energie erzeugen wie sie verbrauchen.

Mit einer Photovoltaik-Anlage wird das Effizienzhaus zum Plus-Energie-Haus, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Das Plusenergiehaus dient dann sogar als Elektro-Tankstelle für das Elektro-Auto.

Beim Bau von energiesparenden und klimaneutralen Häusern hat seit einigen Jahren der Holzfertigbau die Nase vorn. Das energieeffiziente Bauen mit Holz lässt Holzfertighäuser entstehen, die meist schon von Haus aus den Standard vom KfW-Effizienzhaus 70 erfüllen. Hier bietet beispielsweise die Holzständerbauweise Vorteile mit der guten Dämmung und einer winddichten Bauausführung.

Häuser mit KfW-Effizenzhaus 70