Hinweis:
Abbildungen können Sonderausstattung enthalten.
| Anbieter | Huber & Sohn GmbH & Co. KG |
| Förderung | Effizienzhaus 55 |
| Ausbaustufe | Schlüsselfertig |
Besonderheiten
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Das Projekt in der Allacher Straße verfolgt einen innovativen Ansatz durch die effiziente Nachverdichtung bestehender Gebäude. Dabei wird der Bestand nicht nur erhalten und umfassend saniert, sondern auch durch Aufstockungen ergänzt. Die Modernisierung des Gebäudebestandes setzt auf die Verwendung seriell gefertigter Massivholzelemente, die umweltverträglich sind.
Im Sinne einer langfristigen Ressourcenschonung und der Nachhaltigkeit wird großer Wert auf die Langlebigkeit der Gebäude gelegt. Für die dort wohnende Genossenschaft ist dies ein zentraler Aspekt, der nicht nur das Bauwerk selbst, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner betrifft. Um eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten, sind die neuen Wohnungen der Aufstockung barrierefrei gestaltet, während der Bestand durch den nachträglichen Einbau von Aufzügen für alle Altersgruppen zugänglicher wird. So verbindet das Projekt innovative Bauweisen mit sozialer Verantwortung und zukunftsorientiertem Wohnen.
| Bauherr | Baugenossenschaft Hartmannshofen e.G. | ||
| Architektur | Grassinger Emrich | ||
| Bauzeitraum | 2023 – 2024 | ||
| Leistungsumfang | Aufstockung in Holzbauweise, serielle Fassadensanierung | ||
| Gebäudezahlen | Geschossfläche Bestand 4.167 m², Wohnfläche Bestand 3.096 m², Geschossfläche Aufstockung 2.492 m², 24 Wohnungen mit zusätzlicher Wohnfläche 1.924 m² | ||
| Energiekonzept | Effizienzhaus 55, Grundwasserwärmepumpe und PV-Anlage, Abluft mit Wärmerückgewinnung | ||
Bauorganisation
| B&O Bau als Generalübernehmer
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Die nachhaltige Erweiterung und Modernisierung beider Bestandsgebäude erfolgte, um bezahlbaren und ökologisch verträglichen Wohnraum ganz ohne neue Flächenversiegelung zu schaffen. Hervorzuheben sind die kurzen Bauzeiten durch ein hohes Maß an Vorfertigung sowie die Aufwertung der Fassaden des Gebäudebestandes. Keine 13 Wochen vergingen vom Einbau des ersten seriellen Fassadenelementes bis zum Setzen des letzten Deckenelementes der Aufstockung.
Die Entscheidung bedeutete einen veränderten Planungs- und Bauprozess. Eine digitale 3D Gebäudeaufnahme schaffte die Grundlage für die Planung der Fassaden mit vorgefertigten Holzrahmenelementen. Während im Holzbauwerk in einem seriellen Produktionsprozess die Holzrahmenelemente mit eingebauten Fenstern und fertiger Aussenfassade hergestellt wurden, fanden an der Baustelle vorbereitende Arbeiten statt. Neben dem Rückbau der alten Balkone waren das auch die Schaffung von Auflagern für die neue Fassade sowie das Verlegen von Installationsleitungen.
In kurzer Zeit wurde mit den seriell hergestellten Elementen die neue Fassade an beiden Gebäuden montiert. Erst im Anschluss entfernte man in den Wohnungen die alten Fenster und es musste lediglich die Fensterlaibung Vorort angepasst werden. Der Energieverbrauch der Gebäude reduzierte sich auf einen hervorragenden Wert von 30 bis 50 kWh/m² Wohnfläche.
Nach der Sanierung der Fassade wurde durch die Aufstockung auch zusätzlicher Wohnraum geschaffen. Insgesamt entstanden dabei 24 moderne und lichtdurchflutete Wohnungen, die zum dringend benötigten Wohnraum in der Region einen wertvollen Beitrag leisten.
Neben den Vorteilen der höheren Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit war auch die signifikante Verkürzung der Bauzeit ein klarer Pluspunkt des seriellen Ansatzes. Alle Arbeiten wurden im bewohnten Zustand durchgeführt, wodurch nicht nur der Bauprozess beschleunigt, sondern auch ein aufwendiges Mietraummanagement durch das Bereitstellen von Ersatzwohnungen entfallen ist.
Das Herzstück der Modernisierung bildet die Verwendung nachhaltiger und nachwachsender Baustoffe. Die Fassadenverkleidung besteht aus einer langlebigen und ästhetischen vorvergrauten Holzschalung. In Bereichen mit erhöhten Brandschutzanforderungen kamen nichtbrennbare Faserzementplatten mit einer witterungsbeständigen und pflegeleichten Oberfläche zum Einsatz. Dies unterstreicht den Fokus auf Langlebigkeit, Klimafreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit.
Dieses Projekt in München-Allach zeigt eindrucksvoll, wie modernste Bauverfahren, nachhaltige Materialien und innovative Konzepte wie die serielle Sanierung mit Holzrahmenelementen zusammenwirken können, um sowohl ökologisches als auch ökonomisches Bauen zu fördern.
Eine Aufstockung um gleich drei Geschoße verdeutlicht einen weiteren Vorteil des Holzbaus – hohe Tragfähigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht machten diese zusätzlichen Geschoße erst möglich. Die erfolgreiche Verbindung von energetischer Sanierung und urbaner Nachverdichtung gibt der Bau- und Immobilienbranche wertvolle Impulse und beweist, dass nachhaltiges Bauen auch wirtschaftlich möglich ist. Mit seiner zukunftsweisenden Architektur leistet dieses Vorhaben einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und gleichzeitig zur Erhöhung der Lebensqualität in der Region.
„Wir sind stolz darauf, Teil dieser transformativen Bauentwicklung zu sein, und sind überzeugt, dass weitere Projekte an diese nachhaltige Erfolgsgeschichte anknüpfen werden.“ Josef Huber, Geschäftsführer Huber & Sohn.
Aus einem klassischen Handwerksbetrieb mit Zimmerei und Bauschreinerei hat sich Huber & Sohn in seiner 100-jährigen Geschichte zu einem Betrieb mit über 300 Mitarbeitern entwickelt. Das Familienunternehmen wird in der dritten Generation von Josef Huber und seiner Schwester Angelika Huber geführt und ist erfolgreich in den Bereichen Holzbau, Fensterbau und Holzindustrie tätig.
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